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Was bedeutet KJP-Therapie?

Was bedeutet KJP-Therapie? In der tiefenpsychologisch fundierten Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie gehen wir davon aus, dass es eine unbewusste Seite der Seele gibt, die das Denken, Fühlen und Handeln maßgeblich mitbestimmt. Eine weitere, wesentliche Grundannahme ist, dass seelische Probleme und Konflikte oft auf einen unbewussten Konflikt, schwierige Entwicklungsbedingungen oder unbewältigte Lebenserfahrungen hinweisen. In solchen Erlebnissen haben sich meist starke Emotionen „festgesetzt“, die vom Kind nicht verarbeitet  werden konnten. Kinder und Jugendliche werden in meiner Therapie darin unterstützt, diese Schlüsselsituationen und die dazugehörigen Emotionen zu erkennen und in einen gesunden Gesamtkontext zu setzen. Nur in einer vertrauensvollen therapeutischen Beziehung besteht die Chance, im Laufe der Zeit diese verborgenen und belastenden Gefühle, Gedanken und Vorstellungen in die Therapie einfließen zu lassen – was für das Verstehen und der jeweiligen Bearbeitung der seelischen Erkrankung notwendig und sinnvoll ist. Nur dadurch erlangen die Kinder und Jugendlichen wieder mehr Stabilität und innere Sicherheit, die sich in einem gesunden Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein zeigen. Sie erlernen in der Zeit der Therapie neue, vorteilhaftere Formen des Umgangs mit sich selbst und mit anderen Menschen. …

Anlässe KJP-Therapie

Anlässe KJP-Therapie Immer mehr Kinder und Jugendliche geraten durch ihre jeweilige Lebenswirklichkeit in seelische Notlagen. Dies sind zum Beispiel folgende Lebenssituationen: Leistungsdruck und Konkurrenzkampf in der Schule Mobbing durch Klassenkameraden oder Lehrer zu hohe Leistungsanforderungen der Eltern, durch eigene überhöhte Ansprüche Cybermobbing massive Konflikte der Eltern untereinander Aggressivität oder extremer Rückzug des Kindes Trennung bzw. Scheidung der Eltern Akzeptanzprobleme in der Patchwork-Familie Todesfälle innerhalb der Familie Krankheitsbedingte Probleme zeigen sich in folgenden Äußerungen: Ängste Angst vor dem Einschlafen Versagensängste Prüfungsangst Angst vor Lehrern, Schulangst Angst vor Klassenkameraden Angst vor dem Erwachsenwerden Angst vor dem eigenen Körper Angst vor der Zukunft Körperliche Erkrankungen, die psychische Auswirkungen haben Asthma bronchiale Neurodermitis Multiple Sklerose Und einige mehr Psychosomatische Erkrankungen Kopfschmerzen Bauchschmerzen Schwindel Durchfall etc. Psychogene Essstörungen Fettsucht Magersucht Zuckersucht Bulimie Depression starkes Rückzugsverhalten anhaltendes Traurigkeitsgefühl innere Erstarrung Antriebslosigkeit und Gleichgültigkeit Apathie Appetitlosigkeit Aufmerksamkeitsstörungen mit oder ohne Hyperaktivität (ADHS/ADS) Autoaggressive Verhaltensauffälligkeiten Ritzen Suizidversuch Haare ausreißen Nägel kauen Traumatisierung durch Trennung-und Scheidungsfolgen durch Lehrer/Schüler-Mobbing durch den Tod eines Elternteils/Elternteils/Geschwister oder andere wichtige Personen durch Gewalterfahrungen durch emotionale Vernachlässigung durch Einsamkeit …

Was passiert in der Therapie?

Was passiert genau in der Therapie? In der Behandlung wird altersentsprechend mit verschiedenen Ausdrucksmöglichkeiten gearbeitet. Kinder und Jugendliche können sich unterschiedlich symbolisch ausdrücken, beispielsweise im Spiel beim Malen beim Zeichnen Jugendliche entscheiden selbst, ob sie sich lieber im Gespräch mitteilen oder ob es für sie leichter ist, über kreative Ausdrucksformen wie Malen, Zeichnen oder durch Spiel sich zu öffnen und ihre Gefühle oder Ideen auszusprechen. Dies kann sich im Verlauf der Therapie zeigen und entwickeln. Gesellschaftsspiele Dazu gehören Wett- und Konkurrenzspiele sowie Strategiespiele. Durch diese Art von Spielen kann das Kind bzw. der Jugendliche lernen, eigene Fähigkeiten und Kräfte zu erkennen und gezielt einzusetzen, sowie Regeln zu akzeptieren und seine eigenen Grenzen zu erfahren. Dabei ist es wichtig, dass die dazugehörigen Gefühle wahrgenommen, eingeordnet und benannt werden. Therapeutisch lässt sich damit sehr gut arbeiten (z.B. Schulsituationen, Familiensituationen und Konzentrationproblematik). Mit Rollenspielen, oder Aufstellungen mit Figuren können schwierige Situationen zusätzlich verdeutlicht werden. Aggressivität muss ausgelebt werden Ein weiterer wichtiger Bereich ist das spielerische Ausdrücken von Aggressionen. Dies ist z.B. mit speziell entwickelten Schaumstoffschlägern möglich. Hier kann das …

Gespräche mit Eltern und Bezugspersonen

Wichtig: Gespräche mit Eltern und Bezugspersonen Regelmäßige Gespräche mit den Eltern ( Stiefeltern, Pflegeeltern ) und anderen wichtigen Bezugspersonen sind ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die Therapie mit Kindern und Jugendlichen. Sie ermöglichen ein besseres Verständnis ihrer derzeitig belasteten Gefühlslage. Die Gespräche mit den Eltern finden in der Regel einmal im Monat statt. Es können auch Therapiegespräche gemeinsam mit den Kindern / den Jugendlichen und einem Elternteil, beiden Elternteilen oder in Absprache mit Schweigepflichtentbindung mit anderen Bezugspersonen ( z.B. Erzieher, Lehrer ) stattfinden. Besonders in der Arbeit mit Jugendlichen verstehe ich mich zudem als „Moderatorin“ oder „Übersetzerin“ zwischen Jugendlichen und ihren Bezugspersonen. Je nach Situation kann es sehr hilfreich sein, wenn Eltern ihre Rolle als Vater oder Mutter genauer betrachten und prüfen, ob und in welchen Situationen sie beispielsweise Unsicherheiten oder widersprüchliche Impulse bei sich erleben oder nach außen geben. Hier kann eine Rückmeldung seitens der Psychotherapeutin gute Anregung geben oder unterstützend sein. Die Elterngespräche unterliegen ebenfalls der therapeutischen Schweigepflicht. Das bedeutet, dass die im Gespräch nicht anwesenden Kinder / Jugendlichen oder Bezugspersonen nicht von den …