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Was passiert in der Therapie?

Was passiert genau in der Therapie?

In der Behandlung wird altersentsprechend mit verschiedenen Ausdrucksmöglichkeiten gearbeitet. Kinder und Jugendliche können sich unterschiedlich symbolisch ausdrücken, beispielsweise

  • im Spiel
  • beim Malen
  • beim Zeichnen

Jugendliche entscheiden selbst, ob sie sich lieber im Gespräch mitteilen oder ob es für sie leichter ist, über kreative Ausdrucksformen wie Malen, Zeichnen oder durch Spiel sich zu öffnen und ihre Gefühle oder Ideen auszusprechen. Dies kann sich im Verlauf der Therapie zeigen und entwickeln.

Gesellschaftsspiele

Dazu gehören Wett- und Konkurrenzspiele sowie Strategiespiele. Durch diese Art von Spielen kann das Kind bzw. der Jugendliche lernen, eigene Fähigkeiten und Kräfte zu erkennen und gezielt einzusetzen, sowie Regeln zu akzeptieren und seine eigenen Grenzen zu erfahren. Dabei ist es wichtig, dass die dazugehörigen Gefühle wahrgenommen, eingeordnet und benannt werden. Therapeutisch lässt sich damit sehr gut arbeiten (z.B. Schulsituationen, Familiensituationen und Konzentrationproblematik). Mit Rollenspielen, oder Aufstellungen mit Figuren können schwierige Situationen zusätzlich verdeutlicht werden.

Aggressivität muss ausgelebt werden

Ein weiterer wichtiger Bereich ist das spielerische Ausdrücken von Aggressionen. Dies ist z.B. mit speziell entwickelten Schaumstoffschlägern möglich. Hier kann das gefahrlose Ausleben von Wut erlebt, aber auch die bisher verborgene Kraft deutlich erspürt werden.

Träume in die Realität holen

Durch Träume, die sich oft zuerst im Gewand von Alpträumen darstellen, können Kinder und Jugendliche ein reichhaltiges unbewusstes Kräftepotenzial für sich entdecken und entwickeln.

Nachdem der Traum erzählt wurde, besteht die Möglichkeit, diesen Traum auch zu malen oder anderweitig bildhaft darzustellen, um das eigene Traumgeschehen ganz anders, vorteilhafter zu betrachten.

Durch all die oben genannten unterschiedlichen Ausdrucksmöglichkeiten, wird dem Kind oder dem Jugendlichen deutlich, welche Bedeutung die eigenen, störenden Symptome haben, die ja nichts anderes als der Ausdruck eines persönlichen Konflikts sind.

Wenn dieser gesamte Prozess gelingt, haben das Kind bzw. der Jugendliche, aber auch die Bezugspersonen ein neues Verständnis zu sich selbst und den anderen entwickeln können. Dies wirkt sich dann besonders positiv auf das Selbsterleben und auf das Selbstvertrauen aller Beteiligten aus. Konflikte und Probleme können dann wohlwollender und zielorientierter als bisher gelöst werden.

Das Ziel der Therapie

Wesentlich für den Erfolg der Therapie ist die persönliche Beziehung zwischen Therapeut und Kind/Jugendlicher.

Ziel der Therapie ist die Auflösung von Ängsten, die Klärung der Position in der Familie, Entwicklung einer ausgeglichenen und tragfähigen Gefühlslage und eine bessere Realitätsanpassung. In der Therapie von Kindern/Jugendlichen spielt der Therapeut von Beginn der Behandlung an, eine aktivere Rolle als bei der Therapie von Erwachsenen. Die Gespräche zielen zunächst darauf ab, dem Kind/ Jugendlichen Verständnis für seine Probleme zu signalisieren, Informationen für seine Schwierigkeiten bereitzustellen und seine Einsichtsfähigkeit und Selbstbeobachtung zu fördern.

Nehmen Sie gerne mit mir Kontakt auf – ein Termin für ein erstes Orientierungsgespräch ist i.d.R. auch kurzfristig verfügbar. Telefon: 0221 – 97 61 10 01, Mobil: 0177 – 67 23 161.

PrivatPraxis Köln- Vingst | Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie | Köln |
Marlene Zöller-Borggreve